»salon moz::ART«

»salon moz::ART«

modulare Hör-Oper für randomisierte Klangzuspielung und Live-Instrumente
Musik von: Karl-Heinz Blomann, Claas Hanson, Martin Lücke & W.A. Mozart
Text von: W.A. Mozart, Nannerl, Bäsle & Emmanuel Schikaneder

Ganz in der Nähe fährt gemächlich ein Fiaker vorbei. Langsam stelle ich die Kaffeetasse nieder und lausche weiter den Worten meines Tischnachbarn: eben noch schwärmte er von den derben Späßen mit seiner Cousine, schon ist er wieder ernst, und weiß mir von seinem Ärger über eine Sängerin zu berichten. Doch die Musik aus den Lautsprechern beginnt seine Worte zu übertönen… – was ist das? Es klingt bekannt, und doch…? Vertraute Melodien schälen sich heraus. Ist das von Mozart? Die Leute können sich nicht einigen. Es geht um Liebe. Um Frauen, Schmerz und (Ver-)Lust. Es geht um – oh welch wundervolle Musik! – immer wieder Liebe.
Ich habe die Zeit vergessen – 1775?
Wieder fährt eine Kutsche vorbei: nur Japaner.

»salon moz::ART« ist eine modulare Hör-Oper für randomisierte Klangzuspielung und Live-Instrumente (ad libitum). Die Komposition folgt formal dem Aufbau einer Mozart-Oper, bricht diesen allerdings durch die freie Abfolge der Nummern auf. Auch das verwendete Material lässt in instrumentalen Re-Kompositionen Anklänge an Mozarts Musik hörbar werden. In freien Rezitativen kommt die Stimme des heutigen Menschen in Form von Interviews zu Mozarts Bekanntheit und Bedeutung zu Wort. Die thematischen Hauptstücke der Arien, Duette und Terzette nähern sich dem Phänomen ›Mozart‹ von unterschiedlichsten Richtungen her an. Die Bandbreite der Komposition reicht hierbei von klassisch-traditionellem Instrumentalsatz bis zu modernsten Produktionstechniken mit modularer Klangerzeugung und virtuellen Gesangsstimmen.

Idee, Konzeption und Komposition:
Karl-Heinz Blomann, Claas Hanson und Martin Lücke

Wir bedanken uns bei:
Claudia Hauf, Sascha von Zambelly, studio-b-music, g-Data Computerstimme, Michela Geff,
Annette Hartmann, Claudia Eckes und der Salzburger Bevölkerung
Termine:

23. Mai 2004
Mozart Marathon
11.00 bis 22.00 Uhr
Schauspielhaus Bochum
18. September 2004
VHS Essen, Burgplatz

             

Fotos: © Claas Hanson